Verhalten und Fütterung


Einflüsse von Fütterung, Erkrankungen und Training auf das Verhalten


 

Bei Verhaltensauffälligkeiten kommen in der Regel mehrere Faktoren zusammen. Erkrankungen, eine falsche oder nicht bedarfsgerechte Fütterung und fehlendes konsequentes Training können den Hund aggressiv, reizbar, unruhig und ängstlich werden lassen.

Bildquelle: IRJGV – Meppen http://irjgv-emsland.beepworld.de/

Es gibt verschiedene Theorien, indem bestimmte Futterbestandteile mit dem Verhalten in Verbindung gebracht werden.

  • Getreide
  • tierische Fette
  • Protein
  • Aminosäuren, insbesondere die Aminosäure Tryptophan
  • Zusatzstoffe
  • hormonell belastete tierische Bestandteile

stehen in Verbindung mit Verhaltensauffälligkeiten.

 

Nährstoffreiche Kohlenhydrate, wie z.B. Hirse, Amaranth und Buchweizen, können in geringen Mengen, bei schlecht zunehmenden, sehr gestressten und permanent hochtourigen Hunden helfen. Genauso, kann zu viel Getreide eine überschießende Reaktion beim Hund begünstigen. Was bei Trockenfutter gefütterten Hunden der Fall ist. Denn um eine Krokette herstellen zu können, muss diese mindestens zu 40 % aus Stärke bestehen.

Bei tierischen Fetten werden oft die Zusatzstoffe diskutiert. Schadstoffe, Antibiotika und Schwermetalle können im Fett eingelagert sein. Dies betrifft insbesondere die Masttierhaltung. Alle Schadstoffe die der Körper nicht vollständig abbauen kann, werden im Fett und Bindegewebe gespeichert und kann sich negativ auf das Verhalten des Hundes widerspiegeln.

Einen Einfluss auf das Verhalten hat auch das Verhältnis von Protein zu Energie. Starke Unruhe, oder schnelle Ermüdung kann mit einem falschen Protein und Energie Verhältnis zusammenhängen. Stimmt die Qualität vom Protein nicht oder werden überwiegend nur schwer verdauliche tierische Nebenprodukte, wie z.B. Euter, Lunge, Schlund gefüttert, oder besteht das Protein aus gentechnisch manipuliertem Soja, welches zusätzlich noch mit Glyphosat gespritzt wird, kann sich auch dieses im Verhalten widerspiegeln. Soja steht in Verdacht eine hormonähnliche Wirkung und Einfluss auf den Hormonhaushalt zu haben. Werden hormonell belastete tierische Bestandteile, wie Schlund und Kehlkopf gefüttert, können diese unter anderem sogar zu Schilddrüsenerkrankungen führen, welche sich auch auf das Verhalten des Hundes niederschlägt.

Des weiteren sollten endokrine Erkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenerkrankungen, Morbus Cushing und (chronische) Schmerzen ausgeschlossen werden. Verhaltensauffälligkeiten bei einer Schilddrüsenunterfunktion können unter anderem erhöhte Aggression, erhöhte Reizbarkeit, geringe Belastbarkeit, Ängstlichkeit bis hin zur Depression sein. Morbus Cushing zeigt sich unter anderem durch eine gesteigerte Aggressivität, Stress- Verhalten mit gleichzeitig erhöhtem Schlafbedürfnis und Passivität (starker Kontrast), auffällige Ängstlichkeit und starkem Schutztrieb. Zu Schmerzen und Unwohlsein können auch Beschwerden zählen, die nicht auf Anhieb mit einer Verhaltensveränderung in Verbindung gebracht werden, z.B. chronische Gastritis, Allergien, Leaky Gut Syndrom, IBD.

Am Verhalten muss auch mit Hilfe von einem konsequenten Training, mit positiver Verstärkung gearbeitet werden. Denn auch eine Über- oder Unterforderung kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Hier empfehle ich den IRJGV – Meppen. Dort können sie mit Freude, Spaß, positiver Verstärkung, aber auch konsequent mit ihrem Hund und an ihrem Hund arbeiten. Eine enge Bindung aufbauen, das Verhalten ihres Hundes besser lesen und verstehen lernen, ihren Hund fordern und fördern, sich mit Trainern und anderen Hundehaltern austauschen.

Eine Rationsüberprüfung und Anpassung einzelner und bestimmter Mineralstoffe, Aminosäuren, Spurenelemente und Vitamine kann gezielt helfen, Einfluss auf das Verhalten des Hundes zu nehmen.